Seit Jahren habe ich schon keinen Stammfriseur mehr. Liegt
daran, dass mich Friseure eigentlich IMMER enttäuschen. Erst wieder letzte
Woche geschehen. Aber bevor ich von der aktuellsten Episode der Serie „Meine
Friseurdebakel“ berichte, sollte ich vielleicht zunächst einen kurzen Abriss
über die Negativ-Highlights meiner Haar-Karriere liefern:
1990: Braunhaariges, dreijähriges ICH bekommt eine unfassbar
süße blonde Schwester. Für meine Eltern Anlass genug einen Fotografen
aufzusuchen. Schnell die Kinder in Rüschenblusen gestopft und die Große nochmal
zum Friseur geschickt. Ende vom Lied: Meine Wenigkeit ist als hässliches
Entlein mit Jungsfrisur neben dem wohl süßesten Baby der Welt verewigt. „Kurze
Haare sind ja so unfassbar pflegeleicht“ -.- (ein schwacher Trost, dass meine
Schwester 3 Jahre später das gleiche Schicksal erleiden musste…)
1991: die Frisur ist wieder mädchenhaft und akzeptabel. Da
hat Mama einen Einfall: Der Pony muss nachgeschnitten werden. „Das machen wir
mal ein bisschen peppig!“ --- 1 Stunde später versucht der professionelle Friseur zu
retten, was noch zu retten ist: „Was hast DUUUU denn gemacht? DU DARFST DIR
DOCH NICHT DIE HAARE SELBER SCHNEIDEN“ -.-
So könnte ich unendlich weiter machen. Zu erwähnen ist auf
jeden Fall noch wie ich mich 2007 inspiriert von den Germany’s next Topmodel
Umstylings dazu entschied, mich von meinem langen Haar zu trennen und mir einen
BOB schneiden zu lassen. Mein damaliger Stammfriseur hatte meine
Abi-Ball-Frisur zwar schon so hinbekommen, dass ich meiner biederen 60jährigen
Englischlehrerin zum Verwechseln ähnlich sah, aber der Bob würde bestimmt schön
werden. Denkste. Der Friseur sah selbst ein, dass das „irgendwie nichts
geworden“ war. Ich musste nicht bezahlen, sah dafür aus wie ne Streberin, hatte
nen riesen Patzer am Hinterkopf und verließ heulend den Laden. Man sah mich
dort natürlich nie wieder. Eine Stunde später versuchte ein anderer Friseur die
Fehler des Ersten zu korrigieren. Es wurde also NOCH kürzer. Ich verließ
monatelang nur mit Haarreifen das Haus. -.-
Und dann letzte Woche: Ne Freundin kam mit wunderschöner
Frisur zur Uni. Das machte mir Hoffnung. Und als ich bei eben dem Friseur dann war und sagte „Bitte
nur die Spitzen. Von der Grundlänge so 2cm ab und dann ein bisschen durchstufen“
nickte die Friseurin zwar als hätte sie den Arbeitsauftrag verstanden. Tatsächlich
muss sie dann doch verstanden haben: „10 cm abschneiden. Dafür eeeeeeeewig
brauchen (1 ½ Stunden nur fürs Schneiden) und das Ganze soll dann möglichst
hässlich aussehen.“ Von ihrer bescheuerten Entschuldigung (auf die ich mit
zitternder Stimme und mit Tränen in den Augen „wächst ja wieder“ antwortete) konnte
ich mir dann auch herzlich wenig kaufen.
Wie pflegt Mama immer an ihren Bad Hair Days zu sagen: „Ich
seh aufm Kopf aus wie ne Marktfrau unterm Arm.“
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Nachher (wenn ich die Haare dann vernünftig glätte und style und sie mir nicht wie Spaghetti vom Kopf hängen sieht es wenigstens noch ein bisschen besser aus) |
Hoffe ich wirke jetzt nicht allzu blöd, aber auf den anderen Bildern hast du doch blonde Haare ?!
AntwortenLöschenOben in den Beiträgen steht immer, wer den jeweiligen eingestellt hat. Wir bloggen zu zweit. Im Header sind wir auch beide ;)
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